Shortfill

Ein sog. Shortfill ist im Prinzip ein fast fertiges, überdosiertes Liquid ohne Nikotin. Dabei ist in der Liquidflasche noch ein bisschen Platz, so dass der Kunde die Nikotinstärke selber bestimmen kann. Dafür füllt er den Shortfill mit der entsprechenden Zahl Nikotinshots oder nikotinfreier Basis auf. Der Vorteil ist, dass das fast fertige Liquid bereits gereift ist und man es nach dem Auffüllen direkt dampfen kann. Ein Nachteil dürfte sein, dass man nur relativ niedrige Nikotinstärken erreicht, da meistens nur mit ein bis zwei Nikotinshots aufgefüllt werden kann.
Dieses Prinzip wird auch oft “Shake and Vape” genannt.

Longfill

Ein sog. Longfill ist im Prinzip nur Aroma in einer großen Flasche. Es handelt sich sozusagen um die einfachste Form des Selbermischens. Die Flasche füllt man mit der eigenen Basis oder mit Basis und der entsprechenden Anzahl von Nikotinshots auf. Im Gegensatz zum Shortfill hat der Verbraucher hier den Vorteil, dass er fertige Liquids mit relativ hohen Nikotinstärken mischen kann, je nach Anzahl der verwendeten Nikotinshots. Ein Nachteil ist allerdings, dass das Liquid nach dem Mischen meistens noch eine Weile reifen muss, bevor man es dampfen kann.

Dampferzunge

Als “Dampferzunge” bezeichnet man das Phänomen, wenn ein Dampfer plötzlich von seinem Liquid nichts mehr zu schmecken scheint. Mit der Zunge hat die Dampferzunge übrigens nichts zu tun, denn diese kann nur süß, sauer, salzig, bitter und umami wahrnehmen. Für den Geschmack ist die Nase zuständig. Die genaue Ursache für die Dampferzunge ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Geschmacksgewöhnung.
Das bedeutet, wenn man einen Geruch bzw. Geschmack sehr häufig wahrnimmt, dann gewöhnt sich der Geruchssinn daran und blendet ihn gewissermaßen aus. Dieser Effekt dürfte jedem bereits bekannt sein, denn das ist wahrscheinlich der gleiche Mechanismus wie bei einem Toilettengang. Auch hier nimmt man die eigenen Gerüche nach kurzer Zeit nicht mehr wahr. Verlässt man jedoch einen Moment die Toilette, ist anschließend wieder die ganze Geruchspalette vorhanden.

Diesem Effekt kann man entgegenwirken, wenn man öfter grundlegend verschiedene Geschmäcker dampft. Zum Beispiel, indem man neben einem fruchtigen Aroma zwischendurch “Kontrastaromen” wie Tabak oder Kaffee dampft. Auch Menthol kann hier hilfreich sein.
Der gleiche Effekt wird auch erzielt, wenn man eine Weile nicht dampft und sich der Geruchssinn “entwöhnen” kann.

Auf jeden Fall ist die Dampferzunge in der Regel ein vorübergehendes Phänomen. Dauert dieser Zustand jedoch länger an und bessert sich auch durch Wechseln des Liquids oder eine Dampferpause nicht, sollte man zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen, um andere mögliche Ursachen abzuklären.

810er (Mundstück)

Das 810er DripTip (selten auch “Goon-Style” genannt, nach dem Goon RDA der Firma 528 Custom) beschreibt einen Pseudostandart für ein sog. widebore DripTip (Mundstück).

Da viele Subohmverdampfer einen recht großen Luftdurchlass benötigen, kamen mit ihnen die sog. Widebore (oder auch “wide bore”, engl. weite Bohrung) DripTips auf. Diese haben einen größeren Innendurchmesser als die üblichen 510er.
Ein 810er DripTip hat einen Außendurchmesser (am Anschluss) von etwa 12,5mm und eine Tiefe von etwa 5mm.
Üblicherweise haben 810er DripTips selber keinen O-Ring, dieser befindet sich bei vielen Verdampfern in der DripTip-Aufnahme. Es gibt allerdings auch 810er mit einem oder zwei O-Ringen, darauf ist beim Kauf zu achten.
Es gibt Adapter für 510er DripTips, damit diese auch in einen Verdampfer mit 810er Anschluss passen. Bei vielen Verdampfern ist dieser sogar im Lieferumfang bereits enthalten.

ENDS

Der Begriff “ENDS” ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung “Electronic Nicotine Delivery System” und bezeichnet jedes elektronische Gerät, mit dem ein Nutzer Nikotin konsumieren kann.
Vornehmlich sind damit Dampfen gemeint, aber auch sog. Tabakerhitzer fallen unter diese Kategorisierung.

ANTZ

Der Begriff ANTZ ist die Abkürzung für “Anti Nicotine and Tobacco Zealots”, was übersetzt “Anti Nikotin und Tabak Fanatiker” bedeutet.
Gemeint ist damit eine Gruppe von ideologischen Gegnern des Rauchens (bzw. von Nikotin), die, seit erscheinen des Dampfens, auch gegen die sog “E-Zigarette” ins Feld ziehen.

Dabei geht es diesen Aktivisten nicht um tatsächliche Aufklärung und sachliche Gesundheitspolitik, sondern um die Bekämpfung eines Verhaltens, welches von den “ANTZ” abgelehnt wird.
Mag zu Beginn der Antitabakbewegung noch die Gesundheit der Menschen zentraler Antrieb gewesen sein, hat sich spätestens mit Erscheinen der Dampfe diese Motivation bei vielen Aktivisten grundlegend gewandelt.
Auch das Prinzip der “Harm Reduction” wird von ihnen zumeist abgelehnt und nur absolute Enthaltsamkeit als erstrebenswert propagiert.

Gerade in Hinblick auf die Dampfe wird von vielen “ANTZ” nicht davor zurückgeschreckt, falsche oder missinterpretierte Informationen zu verbreiten. Ihre Ideologie scheint für sie jegliches Mittel zu rechtfertigen.

Teer

Bezogen auf das Rauchen beschreibt Teer (engl. Tar) alle flüssigen und festen Partikel eines Aerosols (in diesem Fall Rauch) ohne Nikotin und Wasser.

Dieser Begriff lässt sich nicht auf das Dampfen übertragen, weil er hier irreführend wäre, da das Aerosol einer Dampfe nicht mit dem Aerosol einer Zigarette zu vergleichen ist.
Es fehlen zum Beispiel sämtliche festen Partikel des Rauchs.
Der “Teer” beim Dampfen würde lediglich aus den Inhaltsstoffen des Liquids bestehen: Propylenglykol, Glycerin und Aroma.

Nikotinsalz

Normales Nikotin (auch “freies” Nikotin genannt) ist basisch. Das heißt, es liegt in einer basischen (bzw. alkalischen) Lösung vor. Diese Lösung ist basischer, je höher die Konzentration des Nikotins ist.
Um nun ein “Nikotinsalz” zu erhalten, muss dem basischen Nikotin eine Säure hinzugefügt werden.

Ein Beispiel für Salzbildung ist Kochsalz, bzw. eine Kochsalzlösung.
Basische Natronlauge (NaOH) wird zusammen mit der gleichen Menge Salzsäure (HCl), zu neutraler Kochsalzlösung (NaCl) und Wasser (H2O). Neutral bedeutet, dass diese Lösung weder basisch noch sauer ist.

Bei Nikotin ist es nun ziemlich das gleiche. Zusammen mit einer Säure, wird aus basischem Nikotin ein neutrales (organisches) Salz.
Nikotinsalz ist also saurer als normales Nikotin.

Meistens wird hierfür Benzoesäure verwendet. (Auch wenn man dazu noch nichts verlässliches sagen kann, gibt es theoretisch die Möglichkeit, dass die verwendete Benzoesäure für empfindliche Allergiker ein Problem darstellen könnte. Diese sollten also bei der Verwendung von Nikotinsalz auf eventuelle allergische Reaktionen achten.)

Nikotinsalz hat hauptsächlich eine besondere Eigenschaft: Es reizt den Hals weniger und der sog. “Throat Hit” wird abgemildert. Dadurch kann Liquid mit einer höheren Nikotinkonzentration gedampft werden, ohne einen zu großen Hustenreiz (Throat-Hit).

Diese Eigenschaft resultiert eben daraus, dass Nikotinsalz weniger basisch ist als normales Nikotin.
Je basischer Nikotin ist, um so fettlöslicher ist es und kann daher einfacher durch Zellmembranen diffundieren.
Wird nun Säure zu diesem Nikotin gegeben, dann wird das Molekül positiv geladen (protonierung eines Stickstoffatoms des Nikotins). Positive Moleküle können jedoch nicht durch Zellmembranen diffundieren. Durch die Bildung von Nikotinsalz wird also die Nikotinaufnahme verlangsamt. Deshalb reagieren die Rezeptoren in den Atemwegen, welche den Hustenreiz auslösen, weniger stark.

Daraus ergibt sich jedoch auch, dass bei einem Liquid mit Nikotinsalzen das Nikotin wahrscheinlich grundsätzlich langsamer aufgenommen wird.
Wodurch es allerdings auch leichter zu einer Überdosierung von Nikotin kommen kann. Eine Überdosierung äußert sich durch Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen.

Prinzipiell ist jedoch auch Nikotinsalz im Grunde nichts anderes als Nikotin, hat die gleichen Eigenschaften und ist weder gesünder noch schädlicher.

Verwendung: Liquids mit Nikotinsalz werden hauptsächlich in kleinen, leistungsschwachen Podsystemen eingesetzt, wo eine hohe Nikotindosis, aufgrund der geringen Leistung des Verdampfers, erwünscht ist.

WICHTIG: Entgegen der Versprechen vieler Hersteller wirkt das Nikotin aus Liquids mit Nikotinsalzen ziemlich sicher nicht schneller, als normales, basisches Nikotin.

Nikotinsalz ausführlich erklärt von Prof. Dr. Bernhard-Michael Mayer: Dampfen statt Rauchen Teil 10 – Nikotinsalze

Unterdruckschalter

Ein Unterdruckschalter ist eine Elektronik, die durch Unterdruck aktiviert wird. Diese Art von Schalter wird oft bei kleineren und kompakten Dampfen verwendet, oder wenn ein Feuertaster unerwünscht ist.
Durch den Unterdruckschalter muss die Dampfe nicht mehr manuell über einen Knopf aktiviert werden, sondern feuert automatisch, sobald man an ihr zieht.
Gerade bei kleinen Dampfen imitiert das am besten das Zugverhalten von Zigaretten.

Ein Problem dieser Schalter ist jedoch, neben ungewollten Aktivierungen, dass sie einen Moment benötigen, bis sie schalten. Daher zieht der Benutzer immer erst etwas reine Luft, bevor der Dampf aktiviert wird. Ein kurzes Vorglühen, damit die Heizwendel schneller ausreichend Dampf produziert, ist hiermit nicht möglich.

Liquid Control

Die Liquid Control erlaubt es, die Zufuhr des Liquids zum Coil zu regulieren oder ganz zu unterbinden.