Disposables

Der Begriff “Disposables” Bezeichnet im Dampferbereich Einweg- bzw. Wegwerf-E-Zigaretten. Diese Produkte sind vorbefüllt und können weder nachgefüllt noch aufgeladen werden. Nachdem entweder die Batterie oder das Liquid leer ist, wird die E-Zigarette entsorgt.
Da Disposables Elektronik und eine Batterie enthalten, dürfen sie nicht in den Hausmüll entsorgt werden. Sie sind Sondermüll, der entweder bei z.B. einem Wertstoffhof abgegeben oder dem Händler zurückgegeben werden muss.

Vorteile von Disposables sind ihre einfache Bedienbarkeit. Der Nutzer kauft sie, kann sie direkt unkompliziert verwenden und muss sich weder mit der Technik noch dem Nachfüllen der Pods beschäftigen. Sie kommen somit dem Benutzungsprinzip einer Schachtel Zigaretten sehr nahe.

Der große Nachteil von Disposables ist eine extrem schlechte Umweltbilanz. Für die Herstellung werden viele Ressourcen benötigt, die gar nicht oder nur schwer wiedergewonnen werden können. Grundsätzlich sind Wegwerf-E-Zigaretten schlecht zu recyceln.
Es entsteht durch Disposables eine enorme Menge an Sondermüll, der zudem von vielen Konsumenten aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit in vielen Fällen nicht sachgerecht entsorgt wird.

NET

Unter NET (oder N.E.T.) versteht man ein Aroma, das direkt aus Tabak extrahiert wurde. Die Abkürzung steht für “natürlich extrahierter Tabak”.
Manchmal wird auch der Begriff “Tabakextrakt” verwendet.

Lipidpneumonie

Eine Lipidpneumonie entsteht durch das Inhalieren von fetten oder mineralischen Ölen über einen längeren Zeitraum. Diese lagern sich in der Lunge ab und lösen Entzündungen aus.
Eine Lipidpneumonie äußert sich zumeist durch chronischen Husten, Atemstörungen, Auswurf, Bluthusten, zeitweiligem Fieber, Brustschmerzen und Gewichtsverlust.

Lipidpneumonien sind auch der Auslöser für die EVALI getaufte Erkrankung, die in den Jahren 2019 und 2020 in den USA fast 70 Menschenleben forderte. Verursacht wurden sie durch die Inhalation von illegalen THC-haltigen Liquids, die mit dem fetten Öl Tocopherylacetat gestreckt waren.

USP(-NF)

USP steht für “United States Pharmacopeia” und bezeichnet das Arzneibuch der Vereinigten Staaten von Amerika. Oft wird die Abkürzung ergänzt durch NF, was “National Formulary” bedeutet.
Befindet sich die Abkürzung USP bzw. USP-NF auf einem Produkt wir Propylenglykol oder Glycerin, sagt dies etwas über die Reinheit der Inhaltsstoffe aus. Man spricht dann von “Pharmazeutischer Qualität”.
Das europäische Pendant ist das Ph. Eur. (Pharmacopoea Europaea).

Ph. Eur.

Hierbei handelt es sich um die Abkürzung für “Pharmacopoea Europaea”, dem Europäischem Arzneibuch. Steht diese Abkürzung auf Produkten wie Propylenglykol oder Glycerin trifft es eine Aussage über die Reinheit der Inhaltsstoffe. Man spricht auch oft in diesem Zusammenhang von “Pharmazeutischer Qualität”.
Inhaltsstoffe von Liquids sollten immer diesen Maßstab erfüllen.

EVALI

Bei EVALI handelt es sich um eine durch inhaliertes Tocopherylacetat (Vitamin-E-Acetat) ausgelöste Lipidpneumonie. Vitamin-E-Acetat ist ein fettes Öl, ein sog. Lipid.

Die Abkürzung EVALI steht für “E-cigarette, or Vaping, Product Use Associated Lung Injury”. Im Zeitraum zwischen März 2019 und Februar 2020 mussten in den USA wegen EVALI über 2.800 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden. 68 Patienten starben. Außerhalb der USA gab es keinen gleich gearteten Fall.

Ursächlich für EVALI waren mit Tocopherylacetat gestreckte illegale THC-Liquids, sog. E-Joints. Durch das Tocopherylacetat wollten Dealer einen höheren THC-Anteil vortäuschen, da es das Liquid zähflüssiger macht.

Im Gegensatz zu der von den CDC gewählten Bezeichnung “EVALI”, spielten handelsübliche E-Zigaretten und Liquids keine Rolle bei den Erkrankungen.


Mehr Informationen: Krankheits- und Todesfälle durch verunreinigte THC-Liquids in den USA

Liquidsteuer

Als Liquidsteuer wird die Tabaksteuer bezeichnet, die ab dem 01. Juli 2022 auf alle Flüssigkeiten erhoben wird, die zur Benutzung in einer E-Zigarette gedacht sind. Sie wurde mit dem am 10. August 2021 verabschiedeten Tabaksteuermodernisierungsgesetz (TabStMoG) eingeführt. Im Gesetz werden E-Zigaretten als “Substitute für Tabakwaren” definiert.
Entscheidend für die Besteuerung ist der Verwendungszweck. Dieser ergibt sich bereits durch den Ort des Verkaufs (z.B. in einem Dampferladen).

Ab dem 01. Juli 2022 beträgt die Steuer 0,16€ pro Milliliter und wird bis zum Jahr 2026 wie folgt erhöht:

01. Januar 2024: 0,20€/ml
01. Januar 2025: 0,26€/ml
01. Januar 2026: 0,32€/ml

Zugautomatik

Bei einer Zugautomatik wird eine E-Zigarette per Unterdruckschalter, also durch den Zug, aktiviert. Es wird kein Knopf zum Feuern benötigt. Es gibt auch E-Zigaretten, die beide Möglichkeiten anbieten und neben der Zugautomatik noch einen Feuerknopf besitzen.
Zum Einsatz kommt eine Zugautomatik zumeist bei kleineren E-Zigaretten wie Podsystemen oder All in One Geräten.