Krankheits- und Todesfälle durch verunreinigte THC-Liquids in den USA

Zuletzt aktualisiert: 07.12.2019

Seit März 2019 kam es in den USA zu einer Häufung von Krankheitsfällen, die von den zuständigen Behörden CDC und FDA schnell mit der E-Zigarette in Verbindung gebracht wurden. Die ersten Fälle traten in Wisconsin, Minnesota und Illinois auf.

Laut CDC gibt es mittlerweile 2.291 Verletzte in 50 Staaten der USA, dem District of Columbia und zwei U.S.-Territorien (Puerto Rico und U.S. Virgin Islands) sowie 48 Todesfälle in 25 Staaten sowie dem District of Columbia, die auf das mittlerweile EVALI (E-cigarette, or Vaping, Product Use Associated Lung Injury) getaufte Phänomen zurückgeführt werden (Stand: 03.12.2019).
Etwa 67% der Patienten sind männlich, 78% unter 35 Jahre alt und 16% noch nicht volljährig (Daten von 2.159 der Patienten). Bei 1.782 Patienten ist bekannt, dass 80% von ihnen Produkte konsumierten, die THC enthielten, 35% sogar ausschließlich. 12% gaben an, cannabidiolhaltige (CBD) Produkte konsumiert zu haben. Normale Liquids mit Nikotin wurden von 54% der Befragten benutzt, 13% gaben an, keine THC-Liquids konsumiert zu haben. 5% der Patienten gaben an, weder Nikotin noch THC oder CBD benutzt zu haben. (Stand: 03.12.2019)

Die meistgenutzten Marken von Produkten mit THC waren “Dank Vapes” (56%), TKO (15%), Smart Cart (13%) und Rove (12%). Dabei handelt es sich allerdings zumeist nicht um tatsächliche Firmen.

Seit dem 03. Dezember 2019 werden von der CDC keine Fälle von EVALI mehr gezählt, die nicht stationär in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Es wurden daher 175 bereits aufgeführte Fälle aus der Statistik entfernt. Begründet wird dieser Schritt damit, dass Patienten mit EVALI Symptome aufweisen, die Fällen von Erkältungen oder anderen Atemwegserkrankungen ähneln. Es könne also schwierig sein, EVALI von diesen Erkrankungen zu unterscheiden.
Zudem sei zu erwarten, dass in der Grippesaison eine große Menge von Atemwegserkrankungen auftreten, was die Ermittlungen zusätzlich unnötig erschweren würde.

Die Zahl der gemeldeten Neuerkrankungen, die stationär behandelt werden müssen, geht aktuell kontinuierlich zurück, vom Maximum von 217 (Stand: 15.09.2019) auf 36 (Stand: 10.11.2019). Die aktuelleren Zahlen deuten darauf hin, dass sich dieser Trend fortzusetzen scheint.


WeiterlesenKrankheits- und Todesfälle durch verunreinigte THC-Liquids in den USA

Pulegon im Liquid – Kein Anlass zur Sorge

Pulegon ist ein natürlicher Bestandteil vieler ätherischer Öle von Minzpflanzen und kommt in allen Pflanzenteilen der Polei-Minze vor. Der Stoff wurde von der IARC in die Kategorie 2B (möglicherweise Krebserregend) eingeordnet. Für Stoffe in dieser Kategorie gilt, dass es Hinweise aus Tierversuchen gibt, dass der Stoff krebserregend sein könnte, man aber noch keine Erkenntnisse im Bezug auf den Menschen hat. Es ist die dritte und damit niedrigste Stufe in der Gruppe eventuell bzw. sicher krebserregender Stoffe (1 bis 2B). Darunter kommen nur noch “nicht klassifiziert” (Kategorie 3) und “wahrscheinlich nicht krebserregend” (Kategorie 4).

WeiterlesenPulegon im Liquid – Kein Anlass zur Sorge

Ist Sucralose beim Dampfen schädlich?

Sucralose ist eine chlororganische Verbindung und als Süßstoff unter der Nummer E955 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Sie süßt etwa 600-mal stärker als Saccharose (Kristallzucker). Sucralose wird nicht nur in Lebensmitteln verwendet, sondern, bis vor kurzem, auch in vielen Liquids.

Nun ist aber um die Sucralose eine Diskussion entbrannt, genauer gesagt um die Stoffe, die bei der Erhitzung von Sucralose entstehen können. Prof. Dr. Bernd Mayer hatte dazu im E-Dampfen-Forum am 06.09.2019 geschrieben:

WeiterlesenIst Sucralose beim Dampfen schädlich?